Eigentlich wollte ich ein anderes Thema heute behandeln, aber meine „Gedankenbilder“ sind ja geprägt von Erlebnissen und Erfahrungen, die ich in der Woche erlebt habe. Ja und in dieser Woche habe ich zuletzt nachgedacht über das Ende. DAs Ende des Menschen und was schlussendlich zählt.

Manchmal braucht es keinen großen Knall, keine lange Vorwarnung, keine dramatische Inszenierung. Manchmal reicht ein einziger Moment, eine Nachricht, ein Verlust und das Leben stellt uns wortlos eine Frage, die wir sonst gerne vertagen, vor der wir flüchten, vor der wir vielleicht Angst haben:
Wofür das alles?

Der Tod ist kein Thema, das man „gern“ betrachtet und ich möchte bewusst den religiösen Aspekt nun außer Acht lassen (um keine Diskussion über Kirche/Religion/ etc. auszulösen – das fällt mir ein wenig schwer, da ich selbst ein religiöser Mensch bin) Der Tod. Er ist unbequem. Endgültig. Und er nimmt uns die Illusion, wir hätten unendlich Zeit. Doch vielleicht ist genau das sein stiller Sinn: Uns daran zu erinnern, dass unser Leben nicht aus Tagen besteht, sondern aus Begegnungen. Denn wenn etwas zu früh endet, merkt man schlagartig, wie schnell sich Wichtigkeiten verschieben.

Plötzlich verlieren viele Dinge ihren Glanz:

  •  Das Tempo.
  • Der Druck.
  • Das „Ich muss noch…“.
  • Das „Später…“.
  • Das ständige Vergleichen.
  • Das Funktionieren.

 

Und stattdessen bleibt eine Wahrheit, die so schlicht ist, dass sie fast weh tut:
Am Ende zählt nicht, was wir hatten, sondern wer wir (für jemanden) waren. Nicht die Leistung. Nicht der Besitz. Nicht das, was man beweisen wollte. Sondern das, was man geteilt hat.
Zeit.

  • Nicht die Uhrzeit, sondern gemeinsame Zeit.
  • Die Gespräche, die man nicht geplant hat.
  • Die Umarmungen, die man nicht erklären musste.
  • Das Lachen am Küchentisch.
  • Das stille Dasein, wenn Worte fehlen.
  • Die Liebe, die nicht laut sein muss, um echt zu sein.

Psychologisch betrachtet verbringen wir einen Großteil unseres Lebens damit, Sicherheit im Außen zu suchen: Kontrolle, Erfolg, Anerkennung, Ziele.

Doch wenn das Leben uns erschüttert, zeigt sich:

  • Sicherheit entsteht nicht durch Dinge.
  • Sicherheit entsteht durch Menschen.
  • Durch Familie.
  • Durch Freundschaft.
  • Durch echte Nähe.
  • Durch Liebe, die bleibt, auch wenn alles andere fällt.

Und vielleicht ist das die wichtigste Lektion: Wir können das Leben nicht verlängern, aber wir können es vertiefen!!! Indem wir präsenter sind. Indem wir weniger verschieben. Indem wir öfter „Ich hab dich lieb“ sagen. Indem wir mehr miteinander sind, statt nur nebeneinander oder gar gegeneinander.

Denn am Ende bleibt nicht der Kalender voller Termine. Sondern das Herz voller Erinnerungen!!!!

Und vielleicht ist genau das der Sinn des Lebens: Liebe so zu leben, dass sie auch dann noch spürbar ist, wenn jemand fehlt.

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